Stadt Geislingen a. d. Steige

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900 Jahre T├╝rkheim

1107 - 2007: Vor 900 Jahren erste urkundliche Erw├Ąhnung von T├╝rkheim

Älteste Darstellung von Türkheim auf einer Flurkarte von 1766

Die Namensformen T├╝rkheim und Wittingen deuten auf Gr├╝ndungen hin, die in die erste Zeit nach der alemannischen Landnahme fallen. Seine erste urkundliche Erw├Ąhnung findet T├╝rkheim im Jahre 1107 mit der Bezeichnung ÔÇ×DuringheimÔÇť. Wittingen wird ebenfalls schon im Jahre 1108 erstmals urkundlich genannt.

Viele Orte in unserem Gebiet hatten im Hochmittelalter ihren eigenen Adel, der sich meist nach dem jeweiligen Orte benannte. Einen solchen Ortsadel besa├čen auch die Gemeinden T├╝rkheim und Wittingen. F├╝r T├╝rkheim l├Ąsst sich ein Ortsadel f├╝r die Zeit von 1107 bis 1171 urkundlich belegen. Aber nicht nur urkundliche Aufzeichnungen erinnern an das edelfreie Geschlecht der Herren von T├╝rkheim. Gleich rechts am Ortseingang von T├╝rkheim an der Stra├če von Geislingen her findet sich die Stelle der abgegangenen Burg dieses Ortsadels, heute noch im Volksmund ÔÇ×auf der BudschletÔÇť (= Burgstall) genannt.

Was die Beziehungen der Gemeinde T├╝rkheim zur Stadt Geislingen betrifft, so sind diese uralt. Die Alte T├╝rkheimer Steige d├╝rfte einer der ├Ąltesten Verkehrswege unserer Gegend gewesen sein. Der Ansatzpunkt dieser Steige beginnt gewisserma├čen am Sternplatz in Altenstadt und war die ├Ąlteste Stra├čenverbindung zwischen Alt-Geislingen und der Blaubeurer und M├╝nzinger Alb. Dieser Verkehrsweg bestand mit Sicherheit schon zu alemannischer Zeit, genauso wie auch die Alte Weiler Steige fr├╝her am Sternplatz in Altenstadt ihren Ausgang nahm und die ├Ąlteste Verbindung zwischen Alt-Geislingen und der ├Âstlichen Alb bildete.

Die rechtlichen Bindungen der Gemeinde T├╝rkheim an Ulm begannen, als die Grafen von Helfenstein aus wirtschaftlichen und finanziellen Gr├╝nden gezwungen waren, ihre gesamte Herrschaft mit Geislingen und den umliegenden Orten im Jahre 1396 an die freie Reichsstadt Ulm zu verkaufen.

Unter ulmischer Oberhoheit war T├╝rkheim anfangs selbst Sitz eines Amtmanns; sp├Ąter wurde die Gemeinde dem Amt Nellingen zugeordnet. Als die Ulmer Reichsstadtherrschaft 1803 ihr Ende fand, fielen T├╝rkheim und Wittingen mit dem ganzen Reichsstadtgebiet an Bayern, das es 1810 an das K├Ânigreich W├╝rttemberg abtrat. Verwaltungsm├Ą├čig kamen die Orte zum Oberamt Geislingen, bis auch dieses der Kreisreform von 1938 zum Opfer fiel und zugunsten der Landkreise Ulm und G├Âppingen aufgel├Âst wurde. T├╝rkheim und Wittingen kamen damals zum Landkreis Ulm.

Die Kirche von T├╝rkheim ist bereits im Jahre 1353 urkundlich erw├Ąhnt. Sie war dem hl. Vitus geweiht. Diese Kirche wurde 1616 wegen Bauf├Ąlligkeit umgebaut und gleichzeitig erweitert, Im Jahre 1771 aber g├Ąnzlich abgebrochen und durch den katholischen Gm├╝nder Baumeister Johann Michael Keller in der heutigen Form neu erbaut.

Die Gemeinde T├╝rkheim wurde in der Geschichte mehrmals durch schwere Brandkatastrophen heimgesucht. Dem gro├čen Brand von 1736 fielen drei Viertel aller Geb├Ąude zum Opfer. Beim Brand von 1844 wurden 5 Geb├Ąude, beim Brand von 1871 sogar 42 H├Ąuser vernichtet. Beg├╝nstigt wurden diese Feuersbr├╝nste fr├╝her durch die leicht entflammbaren Strohd├Ącher und die gro├če Wasserarmut, unter der die D├Ârfer auf der Alb st├Ąndig zu leiden hatten.

Unter der Regierung des w├╝rttembergischen K├Ânigs Karl (1864 ÔÇô 1891) wurde in W├╝rttemberg allgemein, insbesondere aber auf der Alb, mit dem Bau zentraler Wasserversorgung begonnen. So konnte auch die Gemeinde T├╝rkheim im Jahre 1881 an die Albwasserversorgung angeschlossen werden.

Der Sog des mit der Industrialisierung aufbl├╝henden wirtschaftlichen Lebens der Stadt Geislingen erfasste sehr bald auch die Gemeinde T├╝rkheim und trug zur Ver├Ąnderung ihres urspr├╝nglich rein landwirtschaftlichen Wesens bei. Viele T├╝rkheimer Einwohner fanden Arbeit in den Geislinger Betrieben. Um den Bed├╝rfnissen des mit der Industrialisierung st├Ąrker werdenden Personen- und G├╝terverkehrs Rechnung zu tragen, wurde im Jahre 1871 die Neue T├╝rkheimer Steige erbaut. Am 1. Januar 1971 wurde T├╝rkheim in die Stadt Geislingen an der Steige eingegliedert.

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